Was wollen wir:

 

Die Älteren können davon erzählen, wie sie einst in Notzeiten allerlei Wildpflanzen und Wildfrüchte sammelten, um ihren Hunger zu stillen. Sie werden sich vielleicht auch daran erinnern, dass vieles von dem, was sie in Gärten, Wäldern, an Wegrändern und auf Wiesen gepflückt hatten, ganz ausgezeichnet schmeckte.

Wir leiden keine Not und Geschmackseindrücke sind nicht übertragbar. Aber aus Erzählungen dieser vergessenen Zeit sind wir neugierig auf Uromas Küchenspezialitäten geworden.

Bücher aus verschiedenen kulinarischen Epochen, geben Anregung und versetzen uns immer wieder in Erstaunen, dass genug Delikatessen ersten Ranges eigentlich en masse vor der Haustür oder im Garten wachsen.

Würden Sie als traditionsbewusster Genießer denken, dass           

         -  das Stengelmark der Klette eine Delikatesse ist

         -  die Knospen Löwenzahn eingelegt wie Kapern schmecken

         -  sich aus den Blättern von Disteln ein exzellentes Gemüse bereiten läst 

         - ganz zu schweigen von Köstlichkeiten aus Brennnesselblättern,   

             Huflattich, Vogelmiere oder des Löwenzahns - alles Unkraut.

In vielen Lexika findet man, dass Unkräuter die Nutzpflanzen konkurrenzieren, verdrängen, ihnen die Lebensräume nehmen und Schädlinge übertragen.

Unbeachtet und unerwähnt bleibt meistens, dass diese (Un)kräuter mineralstoff- und vitaminreiche Gemüse- und Würzpflanzen, sowie wichtige Heilkräuter sind.

Beim blättern in Kompendien aus verschiedenen Jahrzehnten findet man nahezu anklagend, dass Unkräuter ihr häufiges Vorkommen der reichen Samenerzeugung verdanken. So produzieren der mit dem Wermut verwandtem Beifuss pro Pflanze bis zu 70 000 Samenkörner. Es steht nichts geschrieben über seine bedeutsame Heilkraft, oder seinen Wohlgeschmack. Probieren Sie doch einfach ohne Lexikawissen unseren Beifussaperetif oder Beifußwein.

Wir verstehen den Begriff  Unkraut  sehr weit gefasst und meinen damit Pflanzen, die der modernen Agrar- und Forstwirtschaft im Wege stehen, weil sie angeblich wichtige Nutzpflanzen behindern. Wir meinen damit auch Kräuter, die in früheren Jahren viel und gern genutzt wurden, längst aber von ihrem Erscheinungsbild nicht mehr in unsere „englischen“ Gärten gehören.

Mancher wird stauen, dass die meisten in der Küche verwendeten und wohlschmeckenden Wildpflanzen zugleich auch wichtige Heilkräuter sind.

Als gastronomischer Betrieb interessiert jedoch vorrangig :

Diese Wildgemüse schmecken ausgezeichnet und gesund sind sie auch noch!

Dafür bürgen hoher Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen.

Grundsätzlich hat sich erwiesen, dass sie bekömmlicher sind als die in gedüngten Böden gezogenen Gemüsesorten. Lassen sie sich nicht in Panik versetzen und zum Gifttopf greifen, um die verhassten Unkräuter auszumerzen  lassen Sie sich

lieber leiten von der Devise " Lieber aufessen, statt mit Gift ausrotten."

 

Die Natur kennt eine nahezu ungezählte Vielfalt an Wildgemüse, Wildkräutern, Wildbeeren, Pilzen uvm. Die große Palette der essbaren Unkräuter ist natürlich geographisch und klimatisch den Gesetzen der Natur unterworfen, akzeptieren wir es!

 

Großmutters Rezeptbücher verstauben in den Schubladen, Supermarktangebote, Fast Food und Schnellgastronomie haben die kulinarischen Sitten von Grund auf verändert.

 

Wir helfen den alten, vergessenen Kenntnissen wieder auf die Sprünge,

und das mit Frischegarantie.

 

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